Durch Dehnungen wird das physiologische Bewegungsausmaß des Weichteilgewebes wieder hergestellt. Dies erfolgt durch Dehnen der Muskulatur, welche sich durch Schonhaltung, muskuläre Dysbalance und Schmerzen immer mehr verspannt hat. Bevor die Muskulatur gedehnt wird muss sie unbedingt aufgewärmt sein (z. B. durch Massage oder Gelenkmobilisation). Man unterscheidet passives und aktives Dehnen. Beim aktiven Dehnen wird die Muskulatur durch den Therapeuten und somit durch äußere Krafteinwirkung gedehnt. Die Dehnung erfolgt bis zum Maximum des Bewegungsausmaßes und wird dort 10-30 Sekunden gehalten. Nach der Behandlung sollte der Patient durch Bewegung vorsichtig abgekühlt werden. Die passive Dehnung erfolgt in der Tierphysiotherapie meist mit Hilfe von Leckerlies, womit das Tier in die gewünschte Position geführt wird.

Indikationen:

  • Muskelverklebungen
  • Funktions- & Bewegungseinschränkungen der Gelenke
  • Narben
  • Trainingsvorbereitung
  • Prophylaxe von Muskelverkürzungen

Kontraindikationen:

  • Frakturen
  • Lokale Entzündungen
  • Infektionen
  • Hämatome
  • Ödeme
  • Behandlungsschmerzen
  • Hypermobilität

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